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SPD Konzell.

Nachwahl auch Thema beim Frauenfrühstück der SPD :

Kreisvorstand

v.l. Renate Rückert, Claudia Ebner, Martin Kreutz, Eva Geisperger, 0plus Vors. Irene Ilgmeier, Beate Seitz-Weinzierl

Scheibelsgrub: Die Nachwahlen im Landkreis waren auch das beherrschende Thema beim Frauenfrühstück am Samstag im Gasthof Gürster in Scheibelsgrub. Gut 30 Frauen waren der Einladung der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) gefolgt und diskutierten im Beisein von Kreisvorsitzendem Martin Kreutz, 3. Bürgermeister des Marktes Mallersdorf-Pfaffenberg, eingehend die Ursache dieser Nachwahl am kommenden Sonntag.  'Besonders bedauerlich finde ich es, dass offenbar ausgerechnet einen Frau die Verursacherin war, wo doch ohnehin viel zu wenig Frauen in der Politik sind' so AsF Vorsitzende Claudia Ebner, Stadträtin in Bogen und selbst Kreistagskandidatin. Die Spitzenkandidatin der SPD, Karin Peintinger, stellv. Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) ging hart mit dem Umgang der CSU mit dem Thema Wahlfälschung ins Gericht. 'Es kann doch nicht sein, dass alles versucht wurde, um eine Nachwahl im ganzen Kreis zu verhindern, auch die Beugung des selbst mitbeschlossene Wahlgesetzes wäre dafür in Kauf genommen worden'. 

60plus Vorsitzende Irene Ilgmeier rief dazu auf, unbedingt zur Wahl zu gehen, um einen demokratisch legitimierten Kreistag zu gewährleisten. 'Dazu ist eine hohe Wahlbeteiligung im gesamten Landkreis unbedingt erforderlich. Denn sonst wird die Verteilung der Mandate nur von Geiselhöring bestimmt, wo ja auch der Bürgermeister und der Stadtrat neu gewählt werden muss, und daher dort eine hohe Wahlbeteiligung zu erwarten ist'. Martin Kreutz stellte seine Hoffnung dar, dass die neue Sitzverteilung im Kreistag endlich mit dem Diktat der Mehrheitspartei breche und Entscheidungen zukünftig nicht mehr nach dem Parteibuch getroffen würden, sondern ausschließlich zum Wohle des Landkreises und seiner Bürgerinnen und Bürger. 'Dabei ist es gut, wenn jeder Kreisrat nach seiner eigenen Überzeugung abstimmen kann und sich nicht einem Fraktionszwang unterwerfen oder sich nach Weisungen aus München richten muss'.

 

Im weiteren Verlauf diskutierten die Anwesenden die notwendigen politischen Maßnahmen für die kommenden Jahre, wie z.B. bezahlbaren Wohnraum, den Ausbau des ÖPNV, ein Breitbandnetz, das weitere Gewerbe-Ansiedlungen ermöglicht, damit unsere Arbeitnehmrinnen und Arbeitnehmer wohnortnahe Arbeitsplätze finden und nicht stundenlanges Pendeln in Kauf nehmen oder gleich ganz fortziehen müssen. Das sei allein schon deshalb zwingend notwendig, um einer Vergreisung des ländlichen Raums entgegenzuwirken.

 

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