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SPD Konzell.

"Bei Tourismus sind neue Wege gefordert" :

Ortsverein

SPD-Ortsverein führt Sommergespräch
Konzell: Zu einem „Sommergespräch Tourismus“ lud der SPD-Ortsverein Konzell am Sonntagabend ins Hotel Reiben ein und konnte dazu Michael Adam, Bürgermeister von Bodenmais und Bundestagskandidat begrüßen. Für seine umfassenden Ausführungen erntete der Redner aus der Tourismusgemeinde mit den meisten Übernachtungszahlen im Bayerischen Wald uneingeschränkte Anerkennung. Wiederholt plädierte er dafür, im regionalen Fremdenverkehr professionelle Vertriebsstrukturen aufzubauen, den Einfluss von politischen Gremien auf Tourismusvetrieb und -Vermarktung auf ein Mindestmaß zu beschränken und die Aufgaben stattdessen Fachleuten zu übertragen. Kreis- und Gemeinderat sowie SPD-Ortsvorsitzender Fritz Fuchs bezeichnete es einleitend als besorgniserregend, dass gerade im hiesigen Bayerwald-Bundestagswahlkreis der größte Rückgang im Tourismus aller Mittelgebirgsregionen Deutschlands zu verzeichnen sei. Auf diese Herausforderung müssten dringend Antworten gegeben werden. In der Gemeinde Konzell gebe es noch großen Nachholbedarf, wo inzwischen erste Anstrengungen unternommen würden.

Zur regionalen Situation verwies Kreisrat und Bürgermeister Reinhard Schwarz aus Rattenberg auf die herausgehobene Rolle des Tourismus für die Wertschöpfung.

Zu seiner 3336 Einwohner zählenden Gemeinde Bodenmais berichtete Bürgermeister Michael Adam weiter, hier würden 7000 Gästebetten zu gleichen Teilen in 500 Hotels und Pensionen sowie in Übernachtungshäusern angeboten. Die Infrastruktur des „heilklimatischen Kurortes“ sei auf die Obergrenze von einer Million Übernachtungen ausgelegt. Während der Tourismus in früheren Zeiten „ein Selbstläufer“ gewesen sei und in besten Zeiten sogar eine Gästezuweisung an die Betriebe durch die Gemeinde erfolgte, seien die Übernachtungszahlen in den Jahren 1996 bis 2007 erheblich eingebrochen.

Nach der Gründung einer Bodenmais Tourismus- und Marketing-GmbH steuere die Gemeinde Bodenmais gegen den Trend und peile inzwischen wieder die frühere Übernachtungszahl von 900.000 an. Im Jahr 2008 sei ein Wachstum von 12 Prozent zu verzeichnen. „Jeder muss seinen eigenen Weg finden und die vorhandenen Stärken seines Hauses und der Region herausstellen“, definierte der Redner die Herausforderung an die Tourismustreibenden. Unverzichtbar sei ein unverwechselbares, nicht austauschbares Erscheinungsbild und hier werbe Bodenmais zum Beispiel mit „Urlaub im Urwald“ sehr erfolgreich. Nachdem über 50 Prozent des Tourismusmarktes mittlerweile über neue Vertriebswege der Tourismusindustrie gebucht würden, gehe Bodenmais auch hier einen neuen Weg. Mit einem eigenen Software-Programm können Kunden von Großanbietern nun auch direkt Bodenmais buchen. Dabei Sie der Werbeeffekt für den Ort enorm, weil die Vetriebspartner Bodenmais in deren Produktwerbung massiv darstellen. Der Redner sah hier für den ganzen Bayerwald großes Potential. Deshalb forderte Adam einen eigenen Tourismusvertrieb für Ostbayern nach dem erfolgreichen Modell der Imcomingagentur innerhalb der Bodenmais Tourismus- und Marketing-GmbH. "Wir brauchen professionelle Vertriebsstrukturen für den Bayerischen Wald, die auch tatsächlich nachweisen können, wie viele Buchungen sie in die Region gebracht haben. Alles andere ist Augenwischerei", so der Bodenmaiser Bürgermeister.

Die anwesenden Tourismustreibenden sprachen verschiedene Schwierigkeiten an, die ihre Häuser besonders belasten würden. So müsse bei der Handhabung durch die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) endlich eine akzeptable Lösung gefunden werden. Bei der Mehrwertsteuer forderten sie eine Senkung wie im Nachbarland Österreich. Bürgermeister Adam nahm dazu Stellung, ohne den Anwesenden nach dem Mund zu reden. Uneingeschränkt zustimmend äusserte er sich zur Frage der überhöhten GEZ für Hotelerie und Gastronomie. Eine Senkung der Mehrwertsteuer sah der Redner als „falsches Signal“, denn es bestehe die Gefahr, dass Übernachtungsbetriebe die Einsparung über den Preis weiter gäben. Stattdessen müssten die Tourismusbetriebe über direkte Förderungen gestützt werden.

Abschließend bot er an, im August eine Fahrt nach Bodenmais zu unternehmen, um vor Ort die Wege Bodenmais vorzustellen. Interessierte Mitfahrer können sich unter 09963/90000 anmelden.

 

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