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SPD Konzell.

Frauenfrühstück der AsF Straubing-Bogen in Geiselhöring :

Arbeitsgemeinschaften

Die AsF mit Gastrednern im Cafe Löw in Geiselhöring

Gerd Kellner: Anforderung an soziale Berufe werden immer höher
Mit dem Themenfeld "soziale Berufe" setzten sich die sozialdemokratischen Frauen bei ihrem Treff zum Frauenfrühstück im "Cafe Löw" in Geiselhöring auseinander. Insbesondere deswegen, weil es in erster Linie Frauen seien, die in diesem Berufszweig tätig seien, so die AsF- Vorsitzende Claudia Ebner aus Bogen. SPD- Ortsvorsitzender aus Geiselhöring Johannes Faden ging in seinem Grußwort auf den Fachkräftemangel ein. Er sagte, man müsse Frauen im Berufsleben auch aus diesem Aspekt heraus betrachten und deshalb Impulse setzen für Frauen in technischen Berufen. Ähnlich sei es im Bereich der Führungskräfte. Sicherlich hätte hier eine positive Entwicklung eingesetzt, so der Redner, trotzdem seien Frauen in Führungspositionen noch unterrepräsentiert. Hier gebe es noch Nachholbedarf.

Pflegedienstdirektor Gerd Kellner aus Leiblfing berichtete über Erfahrungen aus der Praxis. Zwei Drittel des Pflegepersonals seien Frauen. Gerade Krankenschwester sei ein typischer Frauenberuf. Dabei sei dieser Berufe eine große Herausforderung, sowohl in psychischer als auch körperlicher Hinsicht.
Auch der Schichtdienst sei nicht einfach zu bewältigen. Die Voraussetzungen an der Pflege würden steigen, deshalb sei nicht nachvollziehbar, dass der Zugang zu diesem Berufszweig erleichtert werden soll. Andererseits würde die Anerkennung, vor allem in finanzieller Hinsicht fehlen. Dies sei auf alle soziale Berufe übertragbar, betonte Kellner. Bei seinem Referat ging er in erster Linie auf die Pflegeberufe ein, da er hier praktische Erfahrungen
habe. So zähle in Krankenhäusern vorwiegend der Kostenfaktor. Die Motivation, die einem dazu gebracht habe, diesen Beruf auszuüben, zum Beispiel der intensive Kontakt zu den Patienten bleibe auf der Strecke und damit leide die Qualität. Auch der neue Tarif berge viele Nachteile für den Arbeitnehmer. Die Attraktivität des Berufes sinkt, dabei werde dieser Berufszweig seiner Meinung nach in Zukunft immer wichtiger.

Zum Thema Führungspositionen, meinte Kellner, dass das traditionelle Rollenverständnis nach wie vor Frauen trotz Qualifikation häufig an einer Karriere im Beruf hindere. Familie und Karriere sei in der Praxis schwer zu vereinbaren. Manchmal hindere Frauen auch ihr eigenes schlechtes Gewissen gegenüber der Familie Aufstiegschancen im Beruf wahrzunehmen. Daran etwas zu ändern sei eine gesellschaftspolitische Aufgabe. Sein Bemühen sei es, dass Frauen während der Elternzeit im Betrieb Fortbildungen wahrnehmen, um Entwicklungsprozesse mitzuverfolgen.

Die anschließende rege Diskussion zeigte, wie sehr das Thema die Anwesenden bewegte. Einig waren sich die Beteiligten, dass der soziale Berufszweig für die Gesellschaft von großer Bedeutung ist und dass es dringend notwendig sei, dass sich diese Bedeutung sich auch in finanzieller Hinsicht niederschlagen müsse. AsF- Vorsitzende Claudia Ebner freute sich, dass dieses Thema Interesse geweckt habe. Viel häufiger müsse betont werden, dass man auch in sozialen Bereichen nicht vom Idealismus, der Voraussetzung für die Ausführung dieser Berufe ist, leben kann. Abschließend kündigte sie an, dass sie zusammen mit ihrer Stellvertreterin Rosi Deser im Herbst das nächste Frauenfrühstück organisieren werde.

 

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